25.01.2011

Unterstützung für die Pflegeversicherung


Die Gesetzlichen Kassen kommen nicht für alles auf. Private Policen sind jedoch teuer- Verbraucher sollten aufs Kleingedruckte achten

Die Produkte

Pflegetagegeld Der Versicherte bekommt, wenn er pflegebedürftig wird, einen bestimmten Tagessatz gezahlt. Die Höhe richtet sich nach der Pflegestufe, oft wird der volle Satz erst ab Stufe III g ezahlt. Vorteil:Er kann selbst entscheiden, wofür er das Geld verwendet. Nachteil: Die Beitragszahlungen können nicht ausgesetzt werden, das Risiko der Kostensteigerung ist nicht abgesichert.

Pflegekosterversicherung Der Versicherte bekommt nachgewiesene Kosten für professionelle Pflege zurückerstattet (prozentual oder bis zu einem Höchstsatz). Vorteil: Die Erstattung passt sich der Kostenentwicklung an. Nachteil:hoher bürokratischer Aufwand; die familiäre Pflege wird nur gering unterstützt.

Pflegerentenversicherung Der Versicherte erhält eine frei verfügbare Rente, es gibt drei Leistungsmöglichkeiten: Pflegebedürftigkeit, Altersrente, Todesfall. Vorteil: Die Beitragshöhe ist garantiert, im Leistungsfall keine Beiträge, Beitragsaussetzung ist möglich. Nachteile: Die Policen sind sehr teuer (oft doppelt so hoch wie Pflegetagegeldverträge), die tatsächliche Höhe der Leistungen ( über die garantierte Rente hinaus) unklar. Der Bund der Versicherten kritisiert, die Sparvorgänge seien undurchschaubar und nicht rentabel.

Das Kleingedruckte

Verbraucher sollten Pflegezusatzversicherungsverträge daraufhin überprüfen, ob sie möglichst viele der folgenden Kriterien erfüllen. Die meisten Verträge werden nicht alles bieten, wichtig sind aber vor allem die ersten vier Punkte.

1.) Die Versicherung sollte in allen drei Pflegestufen zahlen.

2.) Finanziert werden sollte sowohl die häusliche alsauch die stationäre Pflege, im Idealfall  gleiche Leistung bei Pflege durch Familie oder Freunde.

3.) Keine Beiträger im Leistungsfall.

4.) Pflegeeinstufung der gesetzlichen Pflegeversicherung übernehmen, Zahlungen einsetzen, wenn diese auch zahlt.

Möglichkeit, Leistungen nachträglich zu erhöhen (Dynamik ohne Gesundheitsprüfung).

Keine Karenzzeit und/oder dreijährige Wartezeit.

Verzicht auf ordentliches Kündigungsrecht innerhalb der ersten drei Versicherungsjahre.

Bei stationärer Pflege 100% des vereinbarten Tagegeldes.

Keine regelmäßige Überprüfung der Pflegebedürftigkeit (außer bei Wegfall oder Minderung).

Info: www.vz-ratgeber.de,www.bundderversicherten.de,www.vz-nrw.de

 

Menschen die in der Pflege arbeiten, betonen es immer wieder: Die gesetzliche Pflegeversicherung ist keine Vollkasko-Versicherung. Höchstens Teilkasko. Wer pflegebedürftig wird, kann also nicht darauf hoffen, dass die Versicherung alle anfallenden Kosten übernimmt. Für Hilfsmittel, Pflegedienst oder Betreuung müssen Betroffene und ihre Angehöhrigen zuzahlen. Wenn jemand etwa in ein Heim zieht, übernimmt die Pflegeversicherung lrdiglich- innerhalb der festgelegten Sätze - die Kosten für Pflege und Betreung. Für Unterkunft und Verpflegung müssen Bewohner oder die Angehöhrigen selbst aufkommen. bei Pflegestufe III zahlt die Pflegekasse so maximal 1510 Euro- ein Heimplatz kann aber durchaus das Doppelte kosten.

Wie Pflege in Zukunft finanziert werden kann, ist die wichtigste Frage, die im von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) für 2011 ausgerufen ;Jahr der Pflege ; geklärt werden muss. Denn die umlagefinanzierten gesetzlichen Pflegekassen können die steigenden Belastungen bei wenigen Jungen und vielen Alten schon heute kaum noch schultern.Diskutiert wird, ob ein zweiter, kapitalgedeckter Zweig helfen kann. An den Leistungen der gestzlichen Versicherung wird das aber nichts ändern Verbraucher müssen sich darauf einstellen, für ihre Versorgung im Pflegefall teilweise selbst aufkommen.

Lösungen bietet die private Versicherungswirtschaft an: Pflegezusatzversicherungen sollen die Finanzierungslücken schließen. Dafür wird massiv geworben, auch von gesetzlichen Krankenkassen für private Kooperationspartner bei Beratungsstellen, wie des Verbraucherzentralen und dem Bund der versicherten (BDV) steigt die Zahl der Anrufer , die sich zusätzlich absichern möchte, weil die Diskussion um die gesetzliche Pflegeversichung sie verunsichert oder sie aus ihrem Bekanntenkreis wissen, dass diese längst nicht alle Bedürfnisse abdecken kann. Für den Verbraucher sind Pflegezusatzversicherung aber ein schwierfiges Produkt, sagt Bianca Boss vom BDV. Die Zeitschrift Finanztest hat deshalb für ihre aktuelle Ausgabe Pflegetagegeld-Tarife geprüft. Das grundsätzliche Problem Kostengünstige Policen werden nur für junge Leute angeboten. Gerade jüngere Menschen haben aber viele andere finanzielle Verpflichtungen Kleine Kinder, ein Haus, das abbezahlt werden muss und können oder wollen sich die Police nicht leisten, sagt Elke Weidenbach, Referentin in dem Bereich Versicheungen der Verbraucherzentrale NRW, Zudem seien die Privathaftpflicht, eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die Absicherung der Familie etwa durch eine Risikolebensversicherung und eine zusätzliche Altersversorgunge wichtiger. Erst danach kommt eine Pflegezusatzversicherung in Frage, betont auch Bianca boss. Selbst einmal pflegebedürftig zu werden überdieses Risiko denken allerdings meist ältere Menschen nach. Doch für sie ist es schwieriger eine Versicherung abzuschließen. Dann sind aber die Beiträge sehr hoch, sagt Verbraucherberaterin Weidenbach, und wer bereits eine Vorerkrankung hat, bekommt in der Regel gar keine Police. Wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen auch vor Abschluss einer Pflegezusatzversicherung Fragen zum Gesundheitszustand beantwortet werden und zwar wahrheitsgemäß, sonst uss die Versicherung später nicht zahlen. Wer allerdings eine chronische Erkrankung einträgt, wird von den Versicherern abgelehnt. Im Zweifel sollten Verbraucher einen Versicherungsmakler mit einer Risikovorabfrage beauftragen. Manche Versicherer bieten an, die Gesundheitsfragen einzuschränken, wenn die Versicherung dafür in den ersten drei jahren nach Abschluss nicht leisten muss, davon raten Verbraucherschützer jedoch ab.

Auch für Frauen ist es oft schweirig, sich abzusichern: Wegen ihrer höheren Lebenserwartung sind die Policen für sie teurer.Aus demselben Grund macht es für Sinn, über ihre Absicherung im Alter nachzudenken. Frauen werden nicht nur häufiger pflegebedürftig wird wenn es sie danach selbst trifft, sind sie oft bereits allein, die ersparnisse aufgebraucht.

Ausgerechnet in den Fällern, wo es am nötigsten wäre, sind private Versicherungslösungen oft kein gangbarer Weg, sagt Ulrike Steckkönig vom Magazin Finanztest. Das Interesse an Pflegezusatzversicherungen wächst jedoch, über anderthalb Millionen Policen hatten die privaten Krankenversicherer 2009 in ihrem Bestand, seit 2007 kamen jedes Jahr gut 200 000 dazu.

Verbraucher können zwischen drei Modellen wählen: Pflegetagengeldversicherung, Pflegekostenversicherung und Pflegerentenversicherungen.Finanztest hat für seine aktuelle Ausgabe 30 Pflegetagegeldtarife geprüft. Die Angebote für Pflegekostenversicherungen seien eher rückläufig, erklärt Steckkönig. Pflegetagegeld sei wegen der freien Verfügbarkeit attraktiver, zudem seien die Policen deutlich günstiger als Pflegerentenverträge.

Unter den Pflegegeldtarifen erreichten dabei für Frauen der Tarif PET der DKV und für Männer der Tarif PZT Best der Allianz das beste Gesamturteil. Untersucht wurden Angebote für Männer und Frauen im Alter von 55 und 45 Jahren ( Ergebnisse im aktuellen Finanztest). Aus der Fülle der Angebote hatten die Tester dabei nur Verträge ausgewählt, die in allen drei Pflegestufen sowohl bei häuslicher als auch stationärer Versorgung zahlen. Policen, die erst ab Pflegestufe III zahlen, sind zwar oft günstiger, aber die meisten Pflegebedürftigen sind in der Pflegestufe I und I. In der Pflegestufe III sind die Betroffenen in der Regel erst spät und nur kurz. Auch der Einschluss der häuslichen Versorgung ist wichtig: Die meisten Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, und auch das kostet Geld. Auch darüber hinaus sollten Verbraucher das Kleingedruckte der Verträge genau lesen.

Darin behalten sich die Versicherer oft die Möglichkeit vor, im Leistungsfall in bestimmten Abständen die Pflegebedürftigkeit des Versicherten zu überprüfen, auch wenn die gesetzliche Kasse weiterhin zahlt. Dazu kann sie verlangen, dass der Betroffene ganz bestimmte Ärzte aufsucht. Wenn man ernsthaft eingeschränkt ist, braucht man jemanden, der einem dabei hilft. Ich rater dazu, gleichzeitig eine Vorsorgevollmacht oder Betreuerverfügung aufzusetzen und den Beetreffenden über die Versicherung zu informieren, sagt Ulrike steckkönig von Finanztest.

Wer eine Pflegetagegeldversicherung abschließen will, muss sich aber vor allem eine grundsätzliche Frage stellen: Er muss sicher sein, die Beiträge auf Dauer bezahlen zu können. Wer das nicht sicher beantworten kann, sollte überlegen, welche anderen Sicherheiten er hat wie hoch die Altersrente ausfüllt, ob er übert Immobilien verfügt und Leistungen aus anderen Versicherungen, Versorgungswerken oder einer Zusatzversorgung durch den Arbeitgeber möglich sind. Dann kann ein zusätzlicher Sparvertrag die bessere Lösung sein.

Wie sich die Beitrge in Zukunft entwickeln werden, ist aber noch unklar. Sollten die Versicherer feststellen, dass sie mehr aufwenden müssen, als sie einkalkuliert haben, könnten sie durchaus steigen.

Bislang erhält aber kaum ein Versicherter Gelder aus einer Pflegetagegeldpolice. Auch dazu, wie gut die Abwicklung im Leistungsfall funktioniert, gibt es daher kaum Erfahrungswerte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Quelle Stadt-Anzeiger-Magazin Nr. 29

 

 

 

 

 

© www.asl-bonn.de   Dienstag, 25. Januar 2011 18:37 mauel


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