22.09.2013
Kategorie: Kundeninfos

Erstattung auch ohne Gepäckschein


Bundesgerichtshof stärkt die Rechte von Fluggästen

Es ist der Urlaubsalptraum schlechthin. Man steht am Gepäcklaufband des Zielflughafens in Vorfreude auf Entspannung, Abschalten, Krafttanken, eben die schönsten Wochen des Jahres und dann: kommt der Koffer tatsächlich gar nicht, unauffindbar,weg.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat jetzt die Rechte der Fluggäste für dieses Horrorszenario gestärkt: Im konkreten Fall gab eine Frau in Frankfurt für den Flug nach Spanien ihre Golftasche auf, in der sich neben ihrer auch die Golfausrüstung ihres Lebensgefährten befand. Die Tasche verschwand anschließend spurlos. Interessant wurde der Fall deshalb, weil später natürlich auch der Lebensgefährte Ersatz für seine Ausrüstung forderte, was die Fluggesellschaft mit der überraschenden Begründung ablehnte, es sei ja nicht sein Gepäckschein. Der aber sei stets nötig für einen Ersatzanspruch.

Irrtum! Der BGH mochte sich dem nicht anschließen und kam vielmehr zu erstaunlichen Einsichten (AZ: x ZR 99/10) Wörtlich heißt es: Die Berechtigung für einen Anspruch gegen den Luftfrachtführer wegen abhandengekommenen Gepäcks kann nicht an die Dokumentation der Gepäckausgabe durch den Gepäckschein geknüpft werden. Entscheidend ist allein, dass der Reisende tatsächlich Gepäck in die Obhut des Luftfrachtführers gegeben hat.

Die Gegenstände können dabei auch von einem anderen Mitreisenden in einem seiner Gepäckstücke aufgegeben werden. Es kann somit grundsätzlich auch derjenige Fluggast Ansprüche geltend machen, der das Gepäck nicht unter seinem Namen aufgibt und entsprechend auch keinen Gepäckschein erhalten hat. 

Fazit: Der Gepäckschein hat bei genauer Betrachtung nur die Funktion der Gepäckidentivizierung. Dazu noch mal der BGH: Der Gepäckschein dient in aller Regel nur der Zuordnung.  Der Luftfrachtführer darf grundsätzlich davon ausgehen, dass der Berechtigte in Bezug auf das entsprechende Gepäckstück ist. Im Hinblick auf mögliche Ersatzansprüche ist die Vorlage eines Gepäckscheins aber nicht zwingend notwendig, etwa, wenn der Fluggast anderweitig nachweisen kann, dass er das Gepäck tatsächlich aufgegeben hat. Kleiner Wermutstropfen für die Fluggäste: Haftung der Luftfahrtsgesellschaften ist nach dem sogenannten Montrealer Übereinkommen begrenzt. Sofern keine gesonderte Vereinbarung besteht und der Fluggast kein Verschulden des Flugunternehmers nachweisen kann, liegt 1131 sogenannten Sondererziehungsrecht. Diese (fiktive) Währung entspricht zurzeit einem Betrag von etwa 1300 Euro.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt-Anzeiger-Magazin Nr.150

© www.asl-bonn.de   Sonntag, 22. September 2013 11:30 Mauel


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